Einsatzhygiene

22Jul 2019

Feu­er­wehr­män­ner wer­den bei Brand­ein­sät­zen vie­len Gefah­ren aus­ge­setzt. Es sind nicht die offen­sicht­li­chen Gefah­ren wie zer­stör­te Decken, Durch­zün­dun­gen und Ver­puf­fun­gen. Weit­aus gefähr­li­cher sind die unsicht­ba­ren Gefah­ren bei einem Brand­ein­satz. Der Brand­rauch ent­hält eine Viel­zahl von che­mi­schen, z.T. gesund­heits­schäd­li­chen Ver­bin­dun­gen, die teil­wei­se durch die Haut drin­gen kön­nen. Feu­er­wehr­män­ner haben dadurch ein erhöh­tes Risi­ko an Krebs zu erkran­ken.

Bis­lang ist die sinn­vol­le Umset­zung für viele Feu­er­weh­ren schwie­rig, teils durch bau­li­che Bedin­gun­gen, teils durch igno­rie­ren des Pro­blems.

Die Feu­er­wehr Fal­ken­see stellt sich dem Pro­blem schon seit län­ge­rer Zeit. So sind die Lösch­fahr­zeu­ge z.T. mit Hygie­ne­boards aus­ge­rüs­tet. Somit kann man sich am Ein­satz­ort z.B. die Hände mit Seife waschen oder grobe Ver­schmut­zun­gen mit­tels Druck­luft ent­fer­nen.

Bei Brand­ein­sät­zen wird der GW‑L mit Wech­sel­klei­dung zur Ein­satz­stel­le gebracht. Im GW‑L kön­nen die Kol­le­gen und Kame­ra­den die ver­schmutz­te Ein­satz­klei­dung able­gen und sau­be­re Sachen anzie­hen. Der GW‑L ver­fügt über eine Stand­hei­zung für den Lade­raum, sodass sich auch im Win­ter umge­zo­gen wer­den kann. Ein Tisch und zwei Bänke kön­nen zur Erho­lung der Trupps genutzt wer­den.

Schlauch­ma­te­ri­al,  Atem­schutz­ge­rä­te und ande­re kon­ta­mi­nier­te Gerät­schaf­ten wer­den schon an der Ein­satz­stel­le in getrenn­te Git­ter­bo­xen ver­la­den und dann zur Wache zurück­ge­bracht. So wird die Kon­ta­mi­na­ti­on der Ein­satz­fahr­zeu­ge auf ein Mini­um redu­ziert.

In der Feu­er­wa­che sind die jewei­li­gen Dusch­räu­me im Erd­ge­schoß nahe der Fahr­zeug­hal­le ange­legt. Somit wird ver­mie­den, dass die Ein­satz­kräf­te unnö­ti­ge Wege mit evtl. kon­ta­mi­nier­ter Beklei­dung inner­halb des Gebäu­des zurück­le­gen.